„Home & Marine“ gewinnt den Unternehmenspreis mit Hightech für Superreiche

Günter Trempnau (links) und Eric Schädler (rechts) freuten sich sehr über den Unternehmenspreis des Wirtschafts- und Strukturrats Bremen-Nord. Im Bild mit Beiratssprecher Christoph Jendrek und dem Vorsitzenden Rainer Küchen (sitzend). FOTO: Regina Drieling

„Wir möchten zeigen, dass wir in Bremen-Nord herausragende Unternehmen haben“, sagt Christoph Jendrek vom Wirtschafts- und Strukturrat Bremen-Nord (WIR). Mit einer Jury hat er eine innovative Firma als Gewinner des Unternehmenspreises 2016 auserkoren. Die Wahl fiel auf „Home & Marine“ mit Sitz in der Uthoffstraße.
Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, Mega-Yachten mit aufwändigen Unterhaltungs- und Kommunikationssystemen auszustatten. Da investieren Eigner schnell mal einen zweistelligen Millionenbetrag, um in Sachen Multimedia und Entertainment ganz vorne dabei zu sein. Nicht selten verwenden die Fachleute von „Home & Marine“ bis zu 60 Kilometer Kabel für die Installation auf einer Mega-Yacht – reine Stromkabel nicht mit eingerechnet.

Das Unternehmen hat ein weltweites Patent auf eine Art Lift, der  einen Fernseher diskret in der Decke verschwinden lässt und bei Bedarf an die gewünschte Stelle herausgefahren wird. Fernseher werden auf Wunsch auch im Außenbereich einer Yacht verbaut. Und das kann im Einzelfall zur großen Herausforderung werden, berichtet Günter Trempnau, einer der Geschäftsführer. Er erinnert sich an einen Eigner, der gleich vier Fernseher in das Außengehäuse seiner Mega-Yacht eingebaut haben und dann aufs Rote Meer schippern wollte. Plasmafernseher nehmen aber bei einer Temperatur von ab 30 Grad Schaden, so dass sich das Team von „Home & Marine“ mit einer speziellen Technik behalf: Es baute eine Kühlung in die Außenschale der Fernseher ein, so dass auch dieser exklusive Kundenwunsch erfüllt werden konnte.
„Alles, was möglich ist, setzen wir um“, sagt der zweite Geschäftsführer Eric Schädler. „Und ohne unsere Mitarbeiter würden wir nicht da stehen, wo wir jetzt sind.“
Das Unternehmen existiert seit dem Jahr 2000 und hat rund 65 Beschäftigte. Dazu kommt etwa die selbe Anzahl externer Mitarbeiter. Der Jahresumsatz beläuft sich auf zehn bis 15 Millionen Euro – Tendenz steigend.

(Regina Drieling - Das BLV)