Nach Ansicht des WIR profitieren davon auch die Betriebe vor Ort

Björn Kohnke vom Ausschuss "Bildung und Kultur" (l.) begrüßte gemeinsam mit rainer Küchen und Elfi Dieke vom Wirtschaftsrat sowie Anke Beuren von der Gerhard-Rohlfs-Oberschule Magdalena Müstermann (v.r.), die das "Telgter Modell" mit initiert hat. Foto:pvUnternehmen in die Schule zu bringen – das ist das Ziel des „Telgter Modells“. Der Wirtschafts- und Strukturrat will das Konzept nach Bremen-Nord importieren. Nord Magdalena Münstermann, Prokuristin der Bernd Münstermann AG aus Telgte,hat das Modell jetzt beim „Runden Tisch Berufsorientierung“auch in Bremen-Nord vorgestellt.


Gemeinsam mit weiteren Firmen hat ihr Unternehmen seinerzeit das Projekt im Münsterland ins Leben gerufen. Ziel war und ist es, die Verbindung zwischen Schulen und Unternehmen zu stärken. So referieren zum Beispiel Fachleute aus der Wirtschaft thematisch passend im Unterricht, ganze Klassen besuchen ein Elternteil am Arbeitsplatz oder Azubis berichten Siebtklässlern im Englischunterricht von ihrem Auslandspraktikum – natürlich auf Englisch.
„Schüler erkennen und erfahren so, wofür sie lernen“, sagt Magdalena Münstermann. Lehrer erhielten außerdem verstärkt Kenntnis der Berufswelt vor Ort und könnten Aktionen zielgerichtet in Unterrichtsinhalte einplanen. Der Wirtschafts- und Strukturrat Bremen-Nord sieht aber auch für die Unternehmer selbst einen Vorteil in der stärkeren Vernetzung mit Schule. „Unternehmer lernen die Schüler kennen und können so eine viel fundiertere Entscheidung bei der Wahl ihrer Auszubildenden treffen. Beide Seiten haben Vorteile“, sagt WIR-Sprecher Bernhard Wies. Unter Federführung seines Ausschusses „Bildung und Kultur“ will der WIR deshalb zukünftig verstärkt für eine Nordbremer Variante des Modells werben. (red)