Wirtschaftsrat fordert umfassende Problemlösung

Die Grohner Düne ist aus Sicht des Wirtschafts- und Strukturrates Bremen-Nord e.V. (WIR) zum Testfall für die Sinnhaftigkeit des Rathaus-Arbeitskreises Bremen-Nord geworden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um den Verkauf von 422 Wohnungen der Grohner Düne, fordert der WIR die Verantwortlichen in der Politik und der Verwaltung auf, endlich zu einer umfassenden Problemlösung bei der Grohner Düne zu kommen. “Der Rathaus-Arbeitskreis wurde gegründet, um derartig gravierende Standortprobleme zu lösen und das sollte er endlich mit Nachdruck anpacken“ so der WIR-Vorstand in einer Presseerklärung.

Von der aktuellen Entwicklung zeigt sich der WIR enttäuscht. „Sofern es eine realistische Chance für die Gewoba gab, 422 Wohnungen der Grohner Düne zu kaufen, hätte man dies nutzen müssen“, so der WIR-Vorsitzende Rainer Küchen. Aus Sicht des WIR bietet gerade der Rathaus-Arbeitskreis ideale Voraussetzungen, um Vertreter aus Politik, Verwaltung und Bauwirtschaft für eine übergreifende Problembearbeitung zusammenzubringen. „Wenn der Bausenator dennoch keine Möglichkeit sieht, im Fall des Wohnungsverkaufs steuernd einzugreifen, dann muss man die Sinnhaftigkeit des Rathaus-Arbeitskreises hinterfragen“, verdeutlicht WIR-Sprecher Bernhard Wies seine Verärgerung.

Die Grohner Düne ist verbunden mit diversen Standortproblemen. Sie ist ein sozialer Brennpunkt und wirkt immer wieder negativ auf die innere Sicherheit. Dies und die ebenfalls negative bauliche Ausstrahlung der Wohnklötze beeinflussen die gesamte Entwicklung des Mittelzentrums Vegesack. Der WIR begrüßt deshalb Maßnahmen wie im sozialen Bereich mit dem Projekt „Pro Düne“. Gleichzeitig wird dies jedoch als nicht ausreichend angesehen. Die Probleme der Grohner Düne erfordern nach Ansicht des Wirtschaftsrates einen ganzheitlichen Lösungsansatz, einschließlich der wohnungswirtschaftlichen Komponente und der Prüfung eines Rückbaus.

Abschließend betont der WIR in seiner Erklärung, dass eine Möglichkeit zum Erwerb von jetzt noch 150 Wohneinheiten der Grohner Düne durch die Gewoba unbedingt genutzt werden sollte. Dabei setzt der WIR darauf, “dass Bausenator Lohse nunmehr seiner politischen Verantwortung auch für den Bremer-Norden gerecht wird“.