Dialogforum zur Wirtschaftskraft in Nord /Antje Preuschoff/Das BLV

Stärkere Zusammenarbeit zwischen den Ressorts, eine ressortübergreifende  Gesamtstrategie und realistischere Bedingungen für Investoren – das war die Quintessenz des Dialogforums am Montagabend. Der Wirtschafts- und Strukturrat Bremen-Nord und die Handelskammer Bremen hatten zum Thema „Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze in Bremen- Nord – Realität, Anspruch, Handlungsstränge“ in die Strandlust eingeladen.

Unter anderem referierten Heiko Fischer, Prokurist der Wirtschaftsförderung Bremen, Thorsten Nagel von der PROCON Ingenieurgesellschaft, sowie Rolf Specht von der Residenz-Gruppe zu den drei „Schlüsselprojekten“ BWK-Entwicklung, Lesum sowie Science Park. Dass es Investoren nicht immer leicht gemacht wird, konnte Thorsten Nagel bestätigen. Um den Verbrauchermarkt, der zum Konzept des Lesum Parks gehört, zeitgemäß groß gestalten zu können, habe er „unangenehm hart“ kämpfen müssen, machte er klar. „Das Zentrenkonzept hat sich überlebt. Da müssen wir pragmatischer rangehen“, musste Dirk Kühling vom Senator für Wirtschaft zugeben. Er bestätigte, dass Wirtschaft in diesem Fall nicht einer Meinung mit dem Bauressort sei. Das Bauressort wurde aus dem Publikums wiederholt  kritisiert. „Wie hier mit Menschen umgegangen wird, die hier investieren wollen, ist mir schleierhaft“, betonte Blumenthals Ortsamtsleiter Peter Nowack. „Wir sind uns alles – nur nicht einig“, merkte er an. „Das eine oder andere kann besser und schneller laufen“, befand Dirk Kühling. Doch über den Rathaus-Arbeitskreis würden die Interessen für Bremen-Nord gut zusammengeführt. „Wir sind noch nicht am Ende, gemeinsamen Geist zu entwickeln“, erklärte er. PRE