Rainer KüchenBremen-Nord ist ein attraktiver Standort zum Wohnen, Arbeiten und Leben. Jedoch sind nach wie vor strukturelle Nachteile und teilweise auch negative Entwicklungen festzustellen. So verringerte sich die Bevölkerungszahl per Ende 2012 erneut nunmehr auf rund 96.500 Einwohner. Während in der Bundesrepublik die Arbeitslosenquote sank, ist hier in unserer Region keine nachhaltige Besserung festzustellen - die Arbeitslosenquote blieb konstant. Dieses sind deutliche Merkmale für grundsätzliche strukturelle Probleme.

 

Einzelne Problembereiche, wie Haven Höövt, Zentrum Blumenthal, Neubauentwicklung oder Grohner Düne etc. sind allgemein bekannt. Strukturell bedarf es vorrangig der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen und dem Akquirieren neuer Unternehmen und Neubürgern. Dabei kommt naturgemäß dem Bausenator und dem hiesigen Bauamt eine ganz zentrale Bedeutung zu, denn ohne zeitnahe stringente Bearbeitung der Baugenehmigungen werden sich neue Firmen und im Wege von Neubauten, neue Bremen-Norder Bürger hier nicht ansiedeln. Folglich ist die Existenz und die Erhaltung des hiesigen Bauamtes für Bremen-Nord wesensnotwendig - wichtig ist nur, dass wir erreichen, dass dort in einer gut funktionierenden Organisation bürgernah sowie mit Vernunft und Weitsicht die entsprechenden Bauanträge verzögerungsfrei bearbeitet werden. Hierfür setzt sich der WIR aktiv ein.

Für die nachdrücklich positive Entwicklung der wesentlichen Standortthemen unserer Region wurde der Rathaus-Arbeitskreis Bremen-Nord von der Politik eingerichtet. Deshalb ist die Mitwirkung des WIR in diesem Gremium unverändert wichtig. Ziel ist es, im direkten Kontakt mit dem politischen Verantwortlichen unsere Zielsetzungen und Ideen in politische Prozesse einzubringen. Insoweit sollte die Arbeit im Rathaus-Arbeitskreis noch weiter ausgeweitet werden. Parallel dazu erfolgt die intensive Zusammenarbeit mit diversen Organisationen und Vereinen in den Stadtteilen selbst, wie natürlich auch der enge Kontakt gepflegt wird mit der Handelskammer und den Einzelhandelsorganisationen.

Zwischenzeitlich erstreckt sich die Tätigkeit des WIR und damit des Vorstandes auf vielfältigste gesellschaftliche Bereiche, mithin nicht nur auf die diversen wirtschaftlichen Fragen, sondern auch auf Bereiche wie Kultur, Sport, Fremdenverkehr etc. Das führte in diesem Berichtsjahr dazu, dass mehr als100 Termine an den geschäftsführenden Vorstand herangetragen wurden, die es wahrzunehmen galt.

Dieses war bisher und wird zukünftig noch deutlicher nur möglich sein durch eine leistungsfähige Bürostruktur und Organisation. Diese ist gewährleistet durch die Tätigkeit von Karin Holsten als Leiterin der Geschäftsstelle zusammen mit unseren weiteren bewährten Kräften, die uns je nach Erfordernis flexibel unterstützen. Hervorzuheben ist weiterhin die Bedeutung des Beirats und dessen Mitglieder. Im Rahmen der Beiratsarbeit werden gerade spezifische Probleme aufgearbeitet und durch diese Unterstützung wird es dem WIR ermöglicht, zeitnah zu den einzelnen relevanten Themen inhaltlich Stellung zu nehmen. Deshalb sei auch in dieser Stelle ausdrücklich mein Dank gerichtet an den Beiratsvorsitzenden Heiko Fischer und sämtliche Beiratsmitglieder.

Gerade diesem Gesamteinsatz, insbesondere auch von den geschäftsführenden Vorstandsmitgliedern Rainer Frankenberg und Bernhard Wies im Zusammenwirken mit den übrigen Akteuren ist es zu verdanken, dass wir heute konstatieren können, dass der WIR weithin in Politik und Wirtschaft vernetzt ist. Oder anders ausgedrückt: Es ist zu erkennen, dass man inzwischen in weiten Kreisen der Politik und Wirtschaft auf die Meinung des WIR wert legt. Dabei verkennt der geschäftsführende Vorstand nicht, dass innerhalb der Mitgliedschaft bei einzelnen Problemkreisen zum Teil die jeweilige gesamte Palette diverser Meinungen existent sein können mit der Folge, dass die vom geschäftsführenden Vorstand sodann nach außen vertretene Ansicht des WIR nicht ein jedes Mitglied in seiner persönlichen Meinung befriedigen kann - bei einer pluralistischen Meinungsvielfalt dürfte dieses aber vereinsimmanent sein. Bei allem legt der WIR darauf Wert nicht zu einem jeden Problem "Stellung zunehmen nur der Stellungnahme wegen", sondern der WIR tritt öffentlichkeitswirksam nur in Erscheinung, wenn neben der jeweiligen Kritik der WIR auch konstruktive Lösungsansätze anbieten kann.

Im Jahresverlauf fanden vielfältigste besondere Ereignisse statt:

Die BRE NOR ist immer ein wichtiges Ereignis für Bremen-Nord und ein Zeichensetzen für die Region. Die BRENOR fand im April 2014 statt mit mehr als 90 Ausstellern und wurde von ca.15.000 Bürgern besucht. Das ist immer noch eine stattliche Zahl – dennoch deutlich weniger als im Vorjahr. Hier wäre es für die Zukunft wichtig, dass gerade auch noch mehr Mitgliedsfirmen des WIR sich an der BRE NOR als Aussteller beteiligen. Gleiches gilt insbesondere noch nachhaltiger für das hiesige Handwerk und die Mitglieder der hiesigen Einzelhandelsorganisationen, d.h. Blumenthal Aktiv, Vegesacker Marketing und Igel etc. Die BRE NOR wird veranstaltet, damit die hiesigen Mitgliedsunternehmen sich mit ihrer Leistungsstärke präsentieren können.

Wir wollen im Rahmen unserer Möglichkeiten als ideeller Träger der BRE NOR bis zum Herbst dieses Jahres gemeinsam mit allen Beteiligten ein tragfähiges Konzept für die Zukunft der BRE NOR erarbeiten.

In diesem Berichtsjahr von Juni 2013 bis nunmehr Anfang Juni 2014 fanden elf Vorstandssitzungen und elf Beiratssitzungen statt. Zweimal wurde eingeladen zu unserer speziellen Vortrags- und Diskussionsreihe "WIR Spezial" mit Themen wir "Unternehmensnachfolge" und "Dem Finanzamt einen Schritt voraus". Der geschäftsführende Vorstand tagt wöchentlich jeweils in der Regel Mittwochmorgens.

Im Zusammenwirken mit der Handelskammer wurden Dialogforen durchgeführt mit den Themen "Die Perspektive: Wiedereinstieg" am 20. Februar 2013 sowie "Einzelhandelsperspektiven in Bremen-Nord". am 30. September 2013.. Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung des Unternehmenspreises 2013 am 12.November 2013. Den Unternehmensreis erhielt die Firmengruppe Marahrens in Bremen-Grambke, eine Firma, die ihre Dienstleistungen und Werksleistungen weithin überregional und sogar weltweit erbringt.

Die jährliche Fahrradtour durch die Ortsamtsbezirke verbunden mit Betriebsbesichtigungen, fand am 28. September 2013 in Blumenthal statt und hier wird schon angekündigt, dass der entsprechende Termin in diesem Jahr voraussichtlich der 13. September 2014 in Vegesack sein wird. Diese Veranstaltung steht unter der Leitung unseres Vorstandsmitgliedes Christoph Jendrek.

Wiederum besonders hervorzuheben möchte ich die Mitarbeit des WIR im Rathaus-Arbeitskreis Bremen-Nord, der sich in drei Unterarbeitsgruppen (Wirtschaft und Arbeit/Wohnen und Stadtentwicklung/Soziales und Innere Sicherheit) gegliedert ist. Hier wird der WIR durch Bernhard Wies, Rainer Frankenberg und mir, dem Unterzeichnenden vertreten.

Für die Umsetzung der Maßnahmen aus dem im Rathaus-Arbeitskreis entstandene Marketing-Konzept Bremen-Nord hat der WIR eine Koordinierende Funktion übernommen. Besondere Aufmerksamkeit haben im Berichtszeitraum die Sonderpublikationen „Bremens schöner Norden“ erreicht, die im Oktober 2013 und April 2014 mit Auflagen von 175.000 und 200.000 Exemplaren im Großraum Bremen verteilt wurden. Alle drei bisher erschienenen Ausgaben haben wir hier im Veranstaltungsraum nochmals für Sie ausgelegt.

Maßgeblich vom WIR unterstützt wird die Erstellung des Konzeptes „Freizeit und Naherholung in Bremen-Nord“, das derzeit vom Beratungsbüro Heinze & Partner erstellt wird. Das Konzept untersucht auch die touristischen Potenziale des gesamten Bremer Nordens und wird konkrete Vorschläge für die weitere Entwicklung dieses Themas enthalten. In Verbindung mit der Arbeitsgruppe Wirtschaft/Arbeit der Rathaus-AK ist die Fertigstellung des Konzeptes für den Spätsommer d. J. zu erwarten.

Stetig informiert der WIR über Aktuelles im Rahmen seines weiter verbesserten Internetauftritts sowie auf den Sonderseiten in der Norddeutschen, im BLV und im Weser-Report und zwar im dreiwöchentlichen Rhythmus. Im März dieses Jahres konnten wir Ihnen den neuen WIR-Flyer zusenden. Er stellt unsere Arbeit für Bremen-Nord kurz und anschaulich vor. Exemplare dieses Informationsmittels liegen hier im Raum für Sie bereit. Die Weitergabe im Bekanntenkreis ist ausdrücklich erwünscht. Noch besser, wenn daraus neue Mitgliedschaften im WIR resultieren.

Namhafte Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sowie auch aus dem Kreis unserer Mitglieder haben Artikel für das jährlich erscheinende WIR-Magazin geliefert. So ist erneut ein Magazin entstanden – das aktuelle Exemplar liegt Ihnen vor -, das auf seinen 50 Seiten einen umfassenden Überblick über aktuelle Themen aus unserer Region gibt. Ich bedanke mich bei dieser Gelegenheit ausdrücklich bei all den Firmen, die mit ihren Anzeigenschaltungen maßgeblich zur Verwirklichung des WIR-Magazins aber auch zur Realisierung unserer Sonderseiten beigetragen haben.

Meine Damen und Herren, Sie sehen, die Arbeit des WIR ist über die Jahre immer umfangreicher und intensiver geworden. Wir arbeiten gern für gemeinsame Interessen, denn uns liegt Bremen-Nord sehr am Herzen. Es gilt, dass alle Parteien, Organisationen, Vereine etc., die sich für Bremen-Nord einsetzen, sich noch intensiver zusammenschließen sollten, um die eingangs erwähnte Strukturschwäche Bremen-Nords zu bekämpfen. Einhergehend damit die erneute Anregung, dass man versuchen solle, zu entscheidungs-erheblichen Problemkreisen einen einheitlichen Außenauftritt zu erreichen, damit in der Außenwirkung Bremen-Nord als einheitlich Ganzes auftritt und insbesondere in der Politik auch so wahrgenommen wird. Nur dadurch ist gewährleistet, dass Bremen-Nord im Ganzen von den entscheidungserheblichen politischen Gremien ernst genommen wird und Neubürger und neue Unternehmen Interesse daran finden, sich in Bremen-Nord niederzulassen.

In diesem Sinne verbleibe ich,

Ihr Rainer Küchen
Bremen, 2. Juni 2014