Vertreter des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen luden gemeinsam mit dem Wirtschafts- und Strukturrat zum Thema "Potenziale nutzen"ein.

Wie ist dem Fachkräftemangel in der Wirtschaft am besten beizukommen? Ein Weg wäre der Wiedereinstieg von qualifizierten Frauen und Männern in den Beruf. Der Wirtschafts- und Strukturrat Bremen-Nord e.V. brachte in einer Veranstaltung beide Seiten an einen Tisch. Dass das Thema von Interesse ist, zeigte die hohe Besucherzahl der  Veranstaltung, die vom Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen sowie dem Wirtschafts- und Strukturrat Bremen-Nord organisiert wurde:

Über 70 Teilnehmer fanden den Weg in die Strandlust. Das Thema "Beruflicher Wiedereinstieg" wurde dabei von vielen Seiten beleuchtet. "Es wurde zum Nachdenken angeregt und Mut gemacht", erklärt Elfriede Dieke, die das Programm "Perspektive Wiedereinstieg" beim Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen koordiniert.
"Und dann ist die Arbeit zu mir gekommen", so beschrieb Inge Sander, eine ehemalige Teilnehmerin des Projektes, wie sie ihren aktuellen Arbeitsplatz gefunden hat. Zusammen mit zwei weiteren Wiedereinsteigerinnen, einer Arbeitgeberin und Vertretern eines Weiterbildungsinstituts stand sie der Moderatorin der Veranstaltung, Ulrike Hauffe, Rede und Antwort. In der Podiumsdiskussion, die sich an Kurzvorträge und die Eingangsworte von Rainer Küchen, Vorsitzender des Wirtschafts- und Strukturrates, anschloss, wurde aufgezeigt, dass Arbeitgeber durchaus die Qualitäten zu schätzen wissen, die Frauen und Männer nach einer Familienzeit mitbringen.
"Die Frauen können total gut organisieren und sind sehr zielorientiert" erklärte Cornelius Neumann-Redlin, der Hauptgeschäftsführer der 22 Unternehmensverbände im Lande Bremen. Heike Wedig, Geschäftsführerin des Zertifizierungsunternehmens Bag Cert, bestätigt diese Aussage. Sie hat Frauen nach der Familienphase eingestellt. Deutlich wurde zudem, dass der Wiedereinstieg Zeit braucht und gut vorbereitet sein muss, etwa durch eine Fortbildung. In den Vorträgen wurde darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, weiterhin Anstrengungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unternehmen, dabei wurden gelungene Beispiele aus der Praxis vorgestellt.
Einigkeit herrschte darüber, dass es für eine weitere Laufzeit für das Projekt "Perspektive Wiedereinstieg III" eine Unterstützung und Förderung geben soll.