Innovatives Projekt „Berufsstart“ will Schulen und Wirtschaft an einen Tisch bringen

Speed-Dating ist bekannt als schnelle Kontaktplattform für Beziehungssuchende. Das Projekt „Berufsstart Bremen-Nord“ will es nutzen, damit sich Lehrkräfte und Betriebe rasch austauschen und kennenlernen können.Bereits in der Schule sollten Jugendliche ihre beruflichen Interessen entdecken, um so besser vorbereitet ins Berufsleben zu starten. Dafür macht sich der Wirtschafts- und Strukturrat Bremen-Nord  (WIR) stark. Er will die beruflichen Perspektiven der Jugendlichen in Bremen-Nord stärken und gleichzeitig die Nachwuchsbasis der Betriebe verbessern. Dazu soll die Kommunikation zwischen Schule und Wirtschaft gefördert werden. Vor diesem Hintergrund gibt es seit kurzer Zeit das Projekt „Berufsstart Bremen-Nord“. Jetzt bereiten die Projektmitglieder eine weitere Aktion von: Speed-Dating mit Lehrern und Betrieben.

Das Projekt „Berufsstart“ wurde von der Gerhard Rohlfs-Schule Vegesack in Anlehnung an das „Telgter Modell“ und auf Basis einer Initiative des WIR ins Leben gerufen.

Das Telgter Modell besteht seit sieben Jahren und hat zum Ziel, die praktische Zusammenarbeit zwischen Unternehmen der Region und Schulen zu fördern. Bereits ab der vierten Schulklasse erhalten die Schülerinnen und Schüler über alle Unterrichtsfächer vertiefende Einblicke in verschiedene Berufsbilder der ansässigen Unternehmen. Betriebsbesichtigungen, Kurzpraktika  und Vorträge von Arbeitgebern an Schulen sollen Engagement  und Motivation der Schüler fördern und für eine bessere Vorbildung der Bewerber sorgen.

Inzwischen haben sich in Bremen-Nord über 40 Firmen, von der AOK bis zum Zimmereibetrieb, und diverse Schulen diesem Projekt angeschlossen. Der Unternehmensservice Bremen (USB) und Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) flankieren das Projekt mit einer sowohl Betrieben als auch Schulen zur Verfügung stehenden Datenbank.

Aktion Speed-Dating

Anfang März geht das Projekt in seine nächste Phase. Im Rahmen der Aktion Speed-Dating können sich Lehrer über die unterschiedlichen Angebote der Firmen einen Überblick verschaffen. Danach sollen individuelle Angebote für die Schüler erarbeitet werden. Ziel ist ein Dating zwischen zehn Unternehmensvertretern und etwa der doppelten Anzahl Lehrerinnen und Lehrern.

„Viele Unternehmen sind bereit, ihre Branche, ihren Fachbereich oder ihre Auszubildenden persönlich im Fachunterricht oder auf andere Art in den Schulen und Klassenzimmern vorzustellen. Jetzt liegt es an den Lehrkräften, diese Angebote abzurufen oder mit den Betrieben passende Angebote zu erarbeiten“, erklärt Björn Kohnke vom WIR. „Ein Speed-Dating kam uns da sehr sinnvoll vor, weil es innerhalb eines kurzen Zeitraumes zu einer direkten Übereinkunft zwischen den Parteien kommen kann, aber nicht muss“, so Kohnke abschließend.