WIR: Komplexe Problemsituation erfordert zusätzliche Anstrengungen – und gemeinsames Handeln

George-Albrecht-Str., Marktplatz, Mühlenstr., BWK-Areal, Busbahnhof „Ständer“ – diese Straßen und Plätze sind aus vielen Diskussionen bekannt. Sie stehen für soziale, wirtschaftliche, städtebauliche und verkehrsstrukturelle Probleme im Zentrum Blumenthals. Die Vielfalt der Probleme und die zwischen ihnen bestehenden Zusammenhänge machen deutlich, dass es um eine sehr komplexe Problemsituation des Standorts geht. Die Diskussion und Bearbeitung einzelner Probleme führt offensichtlich nicht zu den gewünschten Fortschritten. Der WIR unterstützt daher alle Bestrebungen, die auf eine Bearbeitung und Lösung der Probleme  im Rahmen eines Gesamtkonzeptes setzen.

Die Zusammenfassung der Einzelprojekte in ein „Gesamtprojekt für die Standortentwicklung Zentrum Blumenthal“  ist aus Sicht des WIR überfällig. Dazu gehört eine klare Projektorganisation mit einem entsprechenden Projektfahrplan und einer konsequenten Projektsteuerung. Blumenthal braucht ein Zentrum mit einer realistischen Zukunftsperspektive, die als Projektziel abzustimmen ist. Die angesprochenen Probleme Blumenthals fallen in die Zuständigkeitsbereiche der Senatoren für Wirtschaft und Arbeit, Bau und Verkehr sowie Soziales und auch Inneres. Die Einrichtung eines gemeinsamen Gesamtprojektes ist eine Aufgabe der verantwortlichen Politiker und Ressorts. Dazu gehört auch die Bereitstellung der notwendigen Personalressourcen für die Projektleitung.
Das Zentrum Blumenthal will attraktiver werden für Neubürger, Einzelhändler und deren Kunden, Immobilienbesitzer, Bauherren, Besucher und Investoren. Um diese verschiedenen Zielgruppen zu überzeugen, müssen alle Standortfaktoren positiv gestaltet werden. Es gibt eine Vielzahl von harten und weichen Standortfaktoren, um die es dabei geht. Eine Konzentration auf einzelne Themen oder Zielgruppen hilft insgesamt nicht weiter.
Bisher fehlt ein schlüssiges Gesamtkonzept für das Zentrum Blumenthal, mit dem die verschiedenen Standortthemen/-Probleme verbunden werden. Letztlich muss daraus ein umfassendes und in sich konsistentes Standortprofil für das Zentrum Blumenthal erkennbar werden. Diese Profilbildung ist auch für ein besseres Standortmarketing und die damit  angestrebte Image-Verbesserung notwendig. Zu einem Gesamtkonzept gehört auch „das ziehen an einem Strang“ – sowohl bei den Akteuren vor Ort wie auch bei den Verantwortlichen in der Innenstadt.
Regionale Standortpolitik moderner Prägung Verfügt über die Instrumente, um die verschiedenen Standortprobleme so aufzugreifen, dass eine ganzheitlich abgestimmte Betrachtung, Bewertung und Bearbeitung möglich wird. Dies ist zwar auch aber nicht vorrangig eine Frage des Geldes. Es geht um zielorientiertes Projektmanagement in der Standortpolitik. Der WIR fordert den Senat, die senatorischen Dienststellen und alle Beteiligten auf, das dazu notwendige „Gesamtprojekt für die Standortentwicklung Zentrum Blumenthal“ einzurichten und als Basis für die weitere Arbeit ein  entsprechendes Konzept zu erstellen.