WIR: Rathaus-Arbeitskreis braucht mehr Nachdruck

Vor 75 Jahren wurde Bremen-Nord per Verwaltungsakt der Stadt Bremen zugeschrieben. Dieses Ereignis wurde Anfang November dieses Jahres in verschiedenen Presseberichten aufgegriffen und für einen Rück- und Ausblick genutzt. Bürgermeister Jens Böhrnsen erläuterte dabei in einem Interview die Bedeutung des seit nunmehr drei Jahren bestehenden Rathaus-Arbeitskreises Bremen-Nord und verwies darauf, dass die Aufgabe dieses Gremiums selbstverständlich nicht zu Ende sei. Es gehe bei dieser Aufgabe, so der Bürgermeister, um verschiedene Themen von Bau bis Wirtschaft, von Bildung bis Soziales. Vor dem Hintergrund der Bedeutung dieser Themen für die Region verlangt der WIR mehr Nachdruck und Tempo für den Rathaus-Arbeitskreis Bremen-Nord.

Ein genauer Blick auf die Einschätzung des Bürgermeisters verdeutlicht, dass mit den beschriebenen Aufgaben des Arbeitskreises die wesentlichen Standortthemen unseres Stadtbezirks verbunden sind: Wirtschaft und Arbeitsplätze, Bau und Stadtentwicklung, Soziales, innere Sicherheit und Bildung. Es geht also um einen bedeutendes Stück Zukunftsentwicklung der Region. Konkret stehen hinter diesen Themen auch Problemfälle wie die Projekte Hartmannstift-Gelände und Blumenthaler Bahnhof, die nach wie vor zu geringe Zahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze, die Grohner Düne oder das Dauerthema der inneren Sicherheit.
Es stimmt bedenklich, wenn der Bürgermeister in dem Interview zugestehen musste, dass es bei einigen dieser Aufgaben zu langsam vorangehe. Genau dies kann Bremen-Nord nicht gebrauchen. Langsamkeit oder gar Verzögerungen werden in einem immer intensiveren Wettbewerb der Standorte und in einer sich immer rascher veränderten Umwelt bestraft. Deshalb braucht der Rathaus-Arbeitskreis Bremen-Nord mehr Nachdruck und mehr Geschwindigkeit. Nur so können „die dicken Bretter“, von denen Bürgermeister Böhrnsen im Hinblick auf die Standortthemen gern spricht, mit der nötigen Gründlichkeit und dem erforderlichen Tempo gebohrt werden.
Mit diesen Zielsetzungen engagiert sich der WIR im Rathaus-Arbeitskreis. Gerade der diesjährige Rückblick auf 75 Jahre Bremen-Zugehörigkeit verdeutlicht, dass die Folgen des wirtschaftlichen Niedergangs von Anfang der 70er Jahre bis etwa 2005 noch nicht überwunden sind. Bremen-Nord braucht für eine erfolgreiche Zukunftsentwicklung dringend Lösungen für die wesentlichen Standortprobleme. Der Rathaus-Arbeitskreis kann dann einen wesentlichen Beitrag leisten, wenn er mit Nachdruck und Tempo tatsächlich zu einem Schwungrad für Problemlösungen wird.

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